Deutsche Ski-Damen glänzen: Weidle-Winkelmann Zweite in Tarvisio

Everythiiing

Jan 17, 2026 • 3 min read

Kira Weidle-Winkelmann in voller Fahrt bei der Abfahrt in Tarvisio, Italien, mit Helm und Skiausrüstung auf der Piste.

Deutsche Ski-Damen auf Erfolgskurs: Weidle-Winkelmann Zweite hinter Delago in Tarvisio

Die deutschen Ski-Damen zeigen sich in Topform. Beim Weltcup-Rennen der Abfahrt im italienischen Tarvisio sorgte Kira Weidle-Winkelmann für Furore und sicherte sich einen beeindruckenden zweiten Platz. Die 29-jährige Starnbergerin musste sich lediglich der Italienerin Nicol Delago geschlagen geben, ließ aber eine absolute Ski-Legende hinter sich: Lindsey Vonn landete auf dem dritten Rang.

Für Weidle-Winkelmann ist dies nach ihrem zweiten Platz in Val d’Isère der nächste Podestplatz und ein klares Zeichen für ihre Ambitionen in der aktuellen Saison. Die Freude war groß, doch der Weg zum Sieg war knapp. Nur 20 Hundertstelsekunden fehlten zur ihrem ersten Weltcup-Erfolg. Nach einer längeren Durststrecke seit Januar 2022 zeigt sich die Läuferin in bestechender Form.

Weidle-Winkelmann: „Tut weh, aber ich weiß, dass ich dabei bin“

Trotz des zweiten Platzes zeigte sich Weidle-Winkelmann im ZDF-Interview kämpferisch. „Unten habe ich ein bisschen geflucht bei dem Fehler. Das kostet auf jeden Fall Zeit. Das tut weh, aber letztendlich weiß ich für mich, dass ich dabei bin und ich Rennen gewinnen kann“, erklärte sie nach ihrem Lauf. Ihre Leistung war konstant stark, doch ein kleiner Fehler im unteren Abschnitt verhinderte den Sieg. Im direkten Vergleich war sie jedoch um 0,06 Sekunden schneller als die drittplatzierte Vonn.

Die führende Läuferin im Abfahrts-Weltcup, Nicol Delago, zeigte auf der anspruchsvollen Strecke in Tarvisio eine dominante Leistung. Obwohl Vonn im Mittelteil mit Top-Speed punktete, konnte sie den Rückstand auf Delago nicht mehr aufholen. Die US-Amerikanerin, die oft als Maßstab im Speed-Zirkus gilt, musste sich am Ende mit Rang drei zufriedengeben.

Nachwuchstalent Aicher mit starkem fünften Platz

Doch nicht nur Weidle-Winkelmann lieferte ab. Auch das deutsche Nachwuchstalent Emma Aicher (22) präsentierte sich in starker Verfassung. Aicher, die Mitte Dezember bereits die Weltcup-Abfahrt in St. Moritz gewonnen hatte, meisterte die Herausforderung in Tarvisio mit Bravour. Obwohl sie zu Beginn mit ihrem Außenski haderte, gelang ihr eine solide Fahrt. Am Ende landete sie auf einem hervorragenden fünften Platz.

„Die Strecke war neu für mich, ich war noch nie hier. Es ist schwierig, hier schnell zu sein. Es ist ein Top-10-Ergebnis. Das passt gut. Es ist okay“, so Aicher nach dem Rennen. Die Konstanz der jungen Athletin unterstreicht die gute Arbeit im deutschen Ski-Team.

Olympia-Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

Die Ergebnisse von Tarvisio sind ein wichtiger Indikator für die anstehenden Olympischen Spiele in Cortina d’Ampezzo, die vom 6. bis 22. Februar stattfinden. Mit diesen starken Vorleistungen zählen Weidle-Winkelmann und Aicher definitiv zu den Medaillenkandidatinnen in den Speed-Disziplinen. Die Konkurrenz ist stark, aber das deutsche Team scheint bereit, um die vorderen Plätze mitzukämpfen.

Die Abfahrt in Tarvisio zeigte einmal mehr, wie eng die Abstände an der Spitze sind. Nur wenige Hundertstelsekunden entscheiden über Sieg oder Niederlage. Die Formkurve der deutschen Athletinnen zeigt steil nach oben, was die Wintersportfans in Deutschland mit Spannung auf die kommenden Rennen blicken lässt.

Herausforderungen der Strecke und Ausblick

Die Strecke in Tarvisio stellte hohe Anforderungen an die Fahrerinnen. Technische Passagen wechselten sich mit eisigen Abschnitten und hohen Geschwindigkeiten ab. Dies erforderte präzise Technik und Nervenstärke. Die Fähigkeit, sich schnell an wechselnde Bedingungen anzupassen, war entscheidend für den Erfolg. Die Top-Platzierungen von Weidle-Winkelmann und Aicher zeugen von ihrer Anpassungsfähigkeit und ihrem fahrerischen Können.

Die nächsten Rennen werden zeigen, ob diese konstante Leistung gehalten werden kann. Die Vorfreude auf die Olympischen Spiele steigt, und die deutschen Fans dürfen hoffen, dass die Ski-Damen weiterhin so stark auftreten. Mit Weidle-Winkelmann und Aicher hat Deutschland zwei heiße Eisen im Feuer, die das Potenzial haben, im Kampf um olympisches Edelmetall mitzumischen.

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