Volle Vorfreude auf den Rückrundenauftakt gegen den KSC
Die Winterpause ist vorbei, die lange Wartezeit hat ein Ende: Am kommenden Samstag kehrt die 2. Bundesliga mit dem 19. Spieltag zurück auf die Bildfläche. Für den SC Preußen Münster ist dieser Auftakt von besonderer Bedeutung, denn mit dem Karlsruher SC wartet ein ambitionierter Gegner im heimischen LVM-Preußenstadion. Trainer Alexander Ende und seine „Adlerträger“ sind bereit, die Rückserie mit voller Energie anzugehen. Die Vorfreude ist nicht nur auf dem Platz spürbar, sondern auch auf den Rängen.
Der Heimbereich des Stadions ist bereits restlos ausverkauft, was die enge Verbindung zwischen Mannschaft und Fans unterstreicht. Lediglich im Gästeblock sind noch rund 300 Tickets verfügbar. Diese Kulisse wird entscheidend sein, wenn die Preußen versuchen, an ihre starke Hinserie anzuknüpfen und einen erfolgreichen Start in die entscheidende Phase der Saison hinzulegen. „Wir freuen uns darauf, dass es schnell wieder losgeht. Im Zusammenspiel mit den Fans wollen wir diese Rückserie erfolgreich bestreiten“, betont Trainer Ende.
Rückblick auf das Hinspiel: Ein Spiel der Mentalität
Um die aktuelle Ausgangslage besser einschätzen zu können, lohnt sich ein Blick zurück auf das Hinspiel im BBBank-Wildpark gegen den KSC. Damals startete die neu formierte Preußenelf holprig. Die ersten 25 Minuten waren laut Trainer Ende „verschlafen“, was zu einem verdienten 0:2-Rückstand führte. Doch genau in dieser Phase zeigte die Mannschaft bereits erste Anzeichen ihrer späteren Comeback-Qualitäten.
„Alles, was danach kam, war richtig gut. Wir waren auf Augenhöhe mit dem Gegner und haben selbst mit zehn Mann sehr mutig gespielt“, erinnert sich Ende an die Partie. Ein echtes Highlight war der Traumtor-Anschlusstreffer von Etienne Amenyido in der 32. Minute, der die Hoffnung zurückbrachte. Der wahre Prüfstein folgte jedoch in der zweiten Halbzeit: Nach dem Platzverweis gegen Niko Koulis in der 62. Minute schien die Aufgabe fast unlösbar. Doch die Mannschaft kämpfte sich zurück.
Der verdiente Ausgleich in der 80. Minute durch Lars Lokotsch, erzielt in Unterzahl, war mehr als nur ein Punktgewinn. Es war ein mentales Statement. „Da haben wir das erste Mal als Gruppe gezeigt: Egal, welche Widerstände kommen – wir sind da“, resümiert Ende diesen wichtigen Moment der Saison. Diese Comeback-Mentalität soll nun das Fundament für die Rückrunde bilden.
Die Herausforderung Karlsruher SC
Der Karlsruher SC präsentiert sich als ein starker Gegner, der ebenfalls Ambitionen hegt. Die Badener verfügen über eine robuste Defensive und schnelle Umschaltmomente, die es den Preußen am Samstag gilt, in den Griff zu bekommen. Für Münster geht es darum, von Beginn an Präsenz auf dem Platz zu zeigen und die anfällige Phase aus dem Hinspiel zu vermeiden. Die Trainingsarbeit während der Winterpause war intensiv, mit Fokus auf taktische Feinabstimmungen und die Fitness der Spieler.
Taktische Kniffe und personelle Entscheidungen
Trainer Ende wird voraussichtlich auf eine Mischung aus Stabilität und Offensivdrang setzen. Die Defensive muss gegen die Karlsruher Angriffe sicher stehen, während die Kreativität im Mittelfeld gefordert ist, um die KSC-Abwehr gezielt auszuhebeln. Die Rückkehr wichtiger Spieler nach kleineren Verletzungen oder Belastungssteuerungen wird dem Kader zusätzliche Tiefe verleihen.
Die Frage wird sein, wer die Sturmspitze besetzt und wie die Außenbahnen agieren. Die Fähigkeit, den Ball kontrolliert nach vorne zu tragen und gleichzeitig die Räume hinter der eigenen Abwehr zu verdichten, wird gegen den KSC entscheidend sein. Die Preußen wollen im eigenen Stadion dominieren und dem Publikum von der ersten Minute an zeigen, dass sie bereit für die zweite Saisonhälfte sind.
Die Bedeutung des Heimstarts
Der Auftakt im LVM-Preußenstadion vor ausverkauftem Haus ist ein Geschenk und zugleich eine Verpflichtung. Die Energie der Fans soll das Team tragen, besonders in engen Spielphasen. In der 2. Bundesliga zählt jeder Punkt, und ein Sieg zum Rückrundenstart würde das Selbstvertrauen für die kommenden Wochen enorm stärken.
Die Preußen-Fans haben sich in der Hinrunde als „zwölfter Mann“ etabliert. Ihre Unterstützung, besonders bei Rückschlägen, war oft ausschlaggebend. Am Samstag wird erwartet, dass die Kurve lautstark hinter der Mannschaft steht. Für die Spieler bedeutet dies, den Kampfgeist des Hinspiels von der ersten Minute an zu verkörpern und die Karlsruher frühzeitig unter Druck zu setzen.
Es wird ein intensives Spiel erwartet, das über Kampfgeist, taktische Disziplin und die Fähigkeit zur Anpassung während des Spiels entschieden wird. Preußen Münster blickt optimistisch auf den Start und hofft, mit einem Heimsieg die Weichen für eine erfolgreiche Rückrunde zu stellen. Das Ziel ist klar: Die beeindruckende Leistung der Hinserie zu bestätigen und den Klassenerhalt frühzeitig zu sichern, um dann vielleicht sogar nach oben schielen zu können.